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Lieben lernen.

Partnerschaft schützen und  bewahren

Ein neues Buch entsteht!

 Titel:

"Lieben lernen.

Partnerschaft schützen und bewahren"

 

Auf dieser Website steht

  

Kap.1:   Liebe und Beziehung im Zeitalter der Narzissten

„Die Partnerlosigkeit hat in Deutschland einen Höchststand erreicht. Viele Singles fühlen sich beziehungsunfähig“, so der Befund eines  bedeutenden Gesellschafts-Magazins. (1.)  Mit seiner Diagnose „Generation Beziehungsunfähig“ stimmt auch der Erfolgsautor Michael Nast ein in den Chor derjenigen, die um sich herum immer mehr bindungs- und liebesunfähige  Menschen sehen. (2.)

Lange vermuteten wir diese selbstverliebten Narzissten überwiegend bei den Reichen, den Schönen, den politisch Mächtigen und den Pop- und Filmstars in der Glitzerwelt der großen öffentlichen Bühnen und Medien. Nun scheint es, dass wir  auch in unseren gewöhnlichen täglichen Kontakten am Arbeitsplatz und Bekanntenkreis immer mehr auf ichbezogene und beziehungsunfähige Menschen treffen.

Eines unserer größten gesellschaftlichen Probleme ist das Scheitern von Beziehungen und Zerbrechen von Familien. Viele halten es für normal, wenn Beziehungen nach einer gewissen Zeit wieder beendet werden, vor allem wenn die Liebe erkaltet ist. Viele suchen auch gar nicht mehr die große Liebe für das ganze Leben,  sondern richten sich von vornherein auf eine „Lebensabschnittspartnerschaft“ ein.

Dennoch sind viele in ihrem Herzen und ihren Erwartungen gespalten und ambivalent. Wir wollen uns einerseits vor Enttäuschungen schützen und schrauben die Erwartungen an die Dauer von Beziehung und Liebe herunter. Aber die Sehnsucht nach einer intensiven romantischen Liebe lässt sich nicht verdrängen. Im Gegenteil, trotz aller Enttäuschungen, die wir bei anderen Menschen und in unserem eigenen Leben sehen, haben wir hohe Ansprüche an die emotionale Qualität einer Beziehung.

 

Wenn aber nach der Anfangsphase der Verliebtheit der Alltag in die Beziehung eintritt, wenn die starken Anfangsgefühle selbst beim Sex nicht mehr gespürt werden, wenn sich sogar sexuelle Lustlosigkeit einschleicht, dann brechen viele Beziehungen wieder auseinander. Heute sind es dann eher die Frauen, die den Wunsch nach einer Trennung in die Tat umsetzen. Denn ihre im Vergleich zu früheren Zeiten guten Berufsqualifikationen und  wirtschaftliche Unabhängigkeit geben ihnen die Freiheit, auch ohne einen Mann ein gutes Leben zu führen.

Wie kommt es, dass die Sehnsucht nach Bindung und einer verlässlichen Liebe so oft enttäuscht wird? Liegt es allein an wachsender Ich-Bezogenheit und an zu hohen Ansprüchen und Idealen an eine Beziehung, die kaum erfüllbar ist?

Ich könnte hier auch von den großen gesellschaftlichen Veränderungen sprechen: von dem beruflichen Leistungsdruck, der Arbeitsverdichtung, der Notwendigkeit von Mobilität und dem Zwang zu Fernbeziehungen. Wenn ein Fernfahrer seine Familie nur am Wochenende sieht,  wenn ein Arzt sechzig Stunden in der Woche arbeitet, wenn wir am Abend von den beruflichen Problemen kaum noch Abstand gewinnen, leidet natürlich die Beziehung. Ich glaube aber, dass diese äußeren Zwänge nicht entscheidend für die Qualität unserer Beziehung zu anderen Menschen sind. Ich glaube auch nicht, dass die beruflichen Zwänge, berufliche Überforderung wie aber auch Unterforderung und Arbeitslosigkeit, es erklären können, dass so viele Beziehungen und Familien scheitern.

Unsere Spitzenwerte:

Selbstverwirklung, Selbstoptimierung und Autonomie

Es hat sich etwas verändert in den Ansprüchen und Werten. Es hat sich etwas verändert bei den Maßstäben, die wir an Beziehungen anlegen. In den 60-Jahren des vergangenen Jahrhunderts machte sich in Deutschland der Einfluss der amerikanischen humanistischen Psychologie bemerkbar. „Selbstverwirklichung“ wurde für immer mehr Menschen und vor allem Frauen zum Leitwert. Mittlerweile wurde dieser Begriff mehr und mehr durch „Autonomie“ und „Selbstoptimierung“ ersetzt“. Das Ziel ist gleich geblieben: Es geht um die Ausschöpfung aller persönlichen Möglichkeiten und Begabungen. Es geht um die eigene Verwirklichung unserer Potentiale in der Arbeit und im privaten Leben. Das ist der zentrale Lebenssinn vieler Menschen.

Wenn nun die Arbeit vor allem Stress, aber weniger Sinn und emotionale Befriedigung bringt, sollen erst recht der Freizeitbereich und das Liebesleben diese emotionale Erfüllung bringen. Im Privatleben wollen wir Freiheit von Zwängen, ungezwungene Kommunikation, intime Nähe und viele schöne Erlebnisse mit geliebten Menschen erfahren. Schwierig wird es jedoch auch privat und in der Liebesbeziehung, wenn dort wichtige persönliche Fähigkeiten und Einstellungen fehlen, die man für gelingende Partnerschaft braucht. Hierzu gehören die Bereitschaft, immer wieder eigene ich-bezogene Interessen zurückzustellen, die Fähigkeit zur Empathie und die Fähigkeit, über Gefühle zu sprechen. Vor allem bei Konflikten zeigt es sich, ob Menschen wirklich lieben können, ob sie beziehungsfähig sind und ihr eigenes Ego überwinden können. Das fällt offenbar vielen schwer. Daher wird immer öfter über Beziehungsunfähigkeit gesprochen. Leben wir in einer Zeit, in der die Menschen immer narzisstischer werden?

Narzisstische Menschen

Das Thema „Narzissmus“ hat es sogar auf die Titelseite des „Spiegel“ geschafft. Also muss es gesellschaftlich von Bedeutung sein. (Der Spiegel, Nr. 26, 2016)

Wenn ich von einem narzisstischen Menschen spreche, dann sehe ich eine Person,

… die sich meist um sich selbst dreht

… der die Fähigkeit zur Einfühlung in andere Menschen fehlt

… die oft in den Spiegel sieht und sich selbst bewundert

… die am liebsten von anderen Menschen bewundert wird

… die selbstgefällig, ehrgeizig, manipulativ und dominant ist, um seine  Außergewöhnlichkeit zu beweisen

…die Kritik aggressiv zurückweist und die Schuld immer bei anderen sieht

… die echte intime Nähe scheut und Autonomie bewahren will

… die Kontakte zu schnell beendet, wenn sie zu anstrengend werden und der Narzisst sich in Frage gestellt sieht

Treffen diese Eigenschaften vorwiegend auf Männer zu? Oder sind Frauen genauso narzisstisch, aber mit subtileren, versteckteren Mitteln?

Es ist schon schwierig, mit narzisstischen Kollegen zusammenzuarbeiten. Noch  schwerer erträglich ist ein narzisstischer Chef. Richtig unglücklich kann man werden, wenn sich der Liebespartner, von dem man emotional abhängig geworden ist, als Narzisst entpuppt. Viele Narzissten sind aber gar nicht in der Lage, eine dauerhafte Beziehung einzugehen.

Der folgende Fall könnte das Beispiel für einen beziehungsunfähigen Narzissten sein, es birgt aber noch weitere seelische Schwierigkeiten.

Phillip ist der Dating-App "Tinder" verfallen. Er braucht immer wieder neue Dating-Partnerinnen und Tinder hilft ihm dabei. An manchen Wochenenden hat er 2 oder 3 Kontakte gleichzeitig. Jedes "Match" ist ein Kick für sein Ego, sein Selbstwertgefühl. Er wählt die Partnerinnen allein nach ihrem Äußern aus. Man glaubt es kaum: In wenigen Monaten hat er mit über 100 Frauen geschlafen! (3.)  Phillip berauscht sich an den Möglichkeiten, die Tinder bietet. Aber er ist ein Getriebener mit dem Drang nach immer neuen Kicks. Diese Sucht frisst seine Seele auf. Seine tiefere Sehnsucht nach erfüllter Liebe und Beziehung kann so niemals erfüllt werden.

Warum ist Phillip trotz der vielen Kontakte keine feste Beziehung eingegangen? Aus psychologischer Sicht kann man vermuten, dass der tiefere Grund für Phillips Beziehungs-Verhalten in einer unbewussten Angst vor Nähe liegt. Der häufige Sex mit immer anderen Frauen verdeckt nur, dass er zu wirklicher dauerhafter intimer Nähe und Beziehung gar nicht fähig ist.

Es gibt viele andere Probleme und Gründe, die Partnerschaften gefährden:

"Mein Freund ruft immer die Sex-Hotline an" - Julia fühlt sich von ihrem Freund betrogen, weil er heimlich Sexnummern anruft. Sie hat auch die von ihm aufgerufenen Internetseiten im Cache verfolgt und ist auf Pornoseiten gestoßen. Sie fühlt sich mies. Soll sie das dulden?

Timo fragt: "Wie kann ich mit dem aggressiven Verhalten meiner Frau nach der Trennung umgehen?"

"Mein Mann will nur Sex und redet nicht mit mir" - Marlies, 40 Jahre alt und Mutter von 2 jugendlichen Kindern, fühlt sich mehr und mehr von ihrem Mann entfremdet. "Er will nur Sex und geht zu wenig auf meine Gefühle ein. Unsere Beziehung stagniert. Die Gefühle trocknen aus."

"Für welche Frau soll ich mich entscheiden?" -  Heinz ist seit langem mit Claudia zusammen. Sie ist ein zuverlässiger, ruhiger Typ. "Vor einigen Monaten habe ich mich in eine andere, temperamentvolle Frau verliebt. Sexuell habe ich noch nie solche intensiven Gefühle erlebt. Susanne hat von der Beziehung erfahren und drängt auf eine Entscheidung. Ich fürchte, dass ich über alles die Kontrolle verliere und alles zusammenbricht."

"Warum kann ich mit meinem Freund keine gemeinsame Zukunft planen?" - Das war die Frage einer 24-jährigen Auszubildenden, die ich als Berater viele Monate begleitet habe. Ihr Freund konnte die Nähe nicht aushalten. Immer, wenn die Beziehung harmonisch war und das Paar sich sehr nahe gekommen war, provozierte der Freund "wie aus heiterem Himmel" einen Streit und das Paar sah sich Tage, manchmal Wochen nicht mehr.

Dieses waren ein paar Beispiele für schwierige Beziehungssituationen.

Was sind eigentlich die wichtigsten Beziehungsprobleme unserer Zeit, die auch häufig zu Trennung und Scheidung führen?

Darauf gehe ich im folgenden Kapitel systematischer  ein und beleuchte die Hintergründe.

Hier auf der rechten Hälfte sind alle geplanten Kapitel des neuen Buches, an dem ich zur Zeit arbeite:

Wer teilt mir seine/ihre Erfahrungen zu dem Thema mit?

Damit dieses Buch aktuell wird und die wirklichen Probleme trifft, freue ich mich über alle, die mir schreiben und am Buch mitarbeiten!

Meine Email-Adresse:


beratung [at] gelingendesleben.de


Autor:

Dipl.-Päd.
Jürgen Bendszus,
HP für Psychotherapie














Lieben lernen.

Partnerschaft schützen und bewahren

Themen und Kapitel:

Liebe und Beziehung im Zeitalter der Narzissten

Problematische Verhaltensweisen und Einstellungen – Was zur Trennung führt

Liebe schützen und bewahren – Kommunikation und die Sprachen der Liebe

Die Bedeutung des Selbstwertgefühls

Umgang mit sexuellen Problemen

Was wir über die Natur und Phasen der Liebesbeziehung wissen

Wie können wir einen Liebespartner gewinnen?

Partnerschaft und Familie brauchen Ziele und Sinn

Wie können wir mit unerfüllten Sehnsüchten umgehen?

Literaturhinweise und Empfehlungen:

1. Der Spiegel, Nr. 43, 2016, S. 58

2. Michael Nast: "Generation Beziehungsunfähig"

3. vgl. Michael Nast, "Generation Beziehungsunfähig", S. 35 ff.

4. "Ich! Ich! Ich! Warum es immer mehr Narzissten gibt und wie man mit ihnen leben kann." In: Psychologie heute, Heft 9, 2010

5. Jürg Willi: "Psychologie der Liebe"

6. Jürgen Bendszus: "Von Sehnsüchten, Ängsten und Wegen zum Sinn"

 

© Dipl.-Päd. Jürgen Bendszus, HP für Psychotherapie