Funktionelle Sexualstörungen

 

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Psychologische Lebensberatung 

Dipl.-Päd. Jürgen Bendszus, Heilpraktiker für Psychotherapie 

Funktionelle Sexualstörungen in verschiedenen Phasen der sexuellen Interaktion

Auf der Seite Sexualpsychologie haben wir die Hintergründe seelisch verursachter sexueller Schwierigkeiten beschrieben. Hier finden Sie nun eine systematische Darstellungen der verschiedenen Formen seelisch bedingter sexueller Probleme, die in der klinisch-psychologischen Fachsprache "funktionelle Sexualstörungen" genannt werden.

 

Phasen

Störungen beim Mann

Störungen bei der Frau

1.  Appetenz

Phase der entstehenden sexuellen Bereitschaft

 

Anhaltende massive Hemmungen des sexuellen Verlangens, sexuelle Aversion, Ekel, Ängste

 

2.  Erregung

Erektionsstörung:

Erektion im Hinblick auf Dauer und Stärke nicht ausreichend für befriedigenden Geschlechtsverkehr

 

Erregungsstörung:

Erregung im Hinblick auf Dauer und Stärke nicht ausreichend für befriedigenden Geschlechtsverkehr

 

Schmerzhafter Geschlechtsverkehr (Dyspareunie):

Brennen, Stechen, Jucken im Genitalbereich, bei Frauen auch wehenähnliche Krämpfe beim Orgasmus

 

 

3.  Orgasmus

 

 

 

 

 

Vorzeitige Ejakulation:

Samenerguss schon vor dem Einführen des Penis in die Scheide, beim Einführen oder unmittelbar danach

Ausbleibende Ejakulation:

Trotz voller Erektion und intensiver Reizung kein Samenerguss

Ejakulation ohne Samenerguss:

Samenerguss ohne Lust und Orgasmusgefühl

Orgasmusschwierigkeiten:

Orgasmus nie oder nur selten

 

 

 

 

 

 

4.

 Entspannung

 

Nachorgastische Verstimmung:

Gereiztheit, innere Unruhe, Schlafstörungen, Depressionen, Weinanfälle, Missempfindungen im Genitalbereich

Quelle: Hans Reinecker (Hg.): Lehrbuch der Klinischen Psychologie, Göttingen 1994, S. 460

Da diese hier beschriebenen sexuellen Schwierigkeiten seelische Ursachen haben, ist es ratsam, eine Sexualberatung oder Psychotherapie in Anspruch zu nehmen. Viele Menschen mit sexuellen Problemen müssen bereit sein, sich auf einen Prozess der Persönlichkeitsentwicklung und Reifung einzulassen, wenn sie ihre sexuelle Erlebnisfähigkeit steigern wollen. Am besten ist es, wenn beide Partner gemeinsam zu einer psychologischen Beratung und Weiterentwicklung ihrer Persönlichkeiten und Beziehung bereit sind.

 

 

 

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