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Psychologische
Lebensberatung
Dipl.-Päd.
Jürgen Bendszus, HP für Psychotherapie
Beziehungsprobleme in Partnerschaft und
Liebe
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Themen sind:
 | Welche Beziehungsprobleme spielen in der heutige
Zeit eine große Rolle? |
 | Welches sind die zentralen Bedürfnisse und Sehnsüchte in der
Liebesbeziehung? |
 | Welche Verhaltensweisen und
Persönlichkeitszüge bedrohen oder zerstören die Partnerbeziehung? |
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12 häufige Trennungsgründe |
 | Liebeskummer |
 | Wie können
Therapeuten helfen? |
 | Wie können wir lieben lernen? |
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Beziehungsprobleme haben in den letzten Jahren sehr
stark zugenommen. Ihre Formen und Ursachen sind vielfältig. Hier nur
einige wenige Beispiele, mit denen wir es als Berater und Therapeuten zu tun
haben: (Alle Namen und
Details verändert!)
"Mein Freund ruft immer die
Sex-Hotline an" - Julia fühlt sich von ihrem Freund betrogen, weil er
heimlich Sexnummern anruft. Sie hat auch die von ihm aufgerufenen
Internetseiten im Cache verfolgt und ist auf Porno - Seiten gestoßen. Sie
fühlt sich mies. Soll sie das dulden?
Eifersucht auf die Vergangenheit
- Susanne ist mit Martin seit 10 Jahren zusammen.
Susanne: "Martin ist eifersüchtig auf meine vergangenen sexuellen
Beziehungen, obwohl alles längst vorbei ist. Manchmal bohrt er in
meiner Vergangenheit herum und dann erlebe ich eine emotionale Hölle." Timo
fragt: "Wie kann ich mit dem aggressiven Verhalten meiner Frau nach
der Trennung umgehen?"
"Mein Mann will nur Sex und redet
nicht mit mir" - Marlies, 40 Jahre alt und Mutter von 2 jugendlichen
Kindern, fühlt sich mehr und mehr von ihrem Mann entfremdet. "Er
will nur Sex und geht zuwenig auf meine Gefühle ein. Unsere Beziehung
stagniert. Die Gefühle trocknen aus."
"Für welche Frau soll ich mich
entscheiden?" - Heinz ist seit langem mit
Claudia zusammen. Sie ist
ein zuverlässiger, ruhiger Typ. "Vor einigen Monaten habe ich mich
in eine andere, temperamentvolle Frau verliebt. Sexuell habe ich noch nie solche
intensiven Gefühle erlebt. Susanne hat von der Beziehung erfahren und
drängt auf eine Entscheidung. Ich fürchte, dass ich über alles die
Kontrolle verliere und alles zusammenbricht."
"Darf ein Bisexueller eine Familie
gründen?" - In einer Mail berichtete Günther mir, dass er seit 8
Jahren weiß, dass er bisexuell ist. "Jetzt habe ich zu einer Frau
eine gute Beziehung. Eigentlich wünsche ich mir Kinder und eine
Familie. Aber ich habe Angst, dass vielleicht später die Sehnsucht nach
einem Mann wieder stärker wird. Diese Angst lähmt die Beziehung zu
meiner Partnerin."
"Warum kann ich mit meinem
Freund keine gemeinsame Zukunft planen?" - Das war die Frage einer
24-jährigen Auszubildenden, die ich als Berater viele Monate begleitet
habe. Ihr Freund konnte die Nähe nicht aushalten. Immer, wenn die
Beziehung harmonisch war und das Paar sich sehr nahe gekommen war,
provozierte der Freund "wie aus heiterem Himmel" einen Streit
und das Paar sah sich Tage, manchmal Wochen nicht mehr.
"Wie kann ich meine quälenden
Schuldgefühle loswerden, dass ich unsere Ehe hätte retten
können?" Das fragte mich eine kinderlose ratsuchende Frau, die von
Ihrem Mann nach 8-jähriger Ehe wegen einer anderen verlassen worden
war. Sie selbst war Psychologin!
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 | Bedürfnisse und Sehnsüchte |
Die Gründe für Paar-Konflikte oder
sogar das Scheitern einer
Liebesbeziehung
verstehen wir nur, wenn wir die Motive, Bedürfnisse und Sehnsüchte der Partner
verstehen. Diese Bedürfnisse können durch schädliche Verhaltensweisen
frustriert werden.
Was wünschen sich Menschen von der Partnerschaft,
welche Bedürfnisse haben sie? |
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Jürg Willi, weltweit anerkannter Paartherapeut, sagt:
"Es gibt eine Sehnsucht nach Bindung, nach Nähe und Zärtlichkeit,
nach stabiler Zweisamkeit. Ehe und Familie gelten wieder als Hort der
Geborgenheit" (Psychologie der Liebe, 2002) Menschen möchten in der
Beziehung Sicherheit und Verlässlichkeit erleben. Sie möchten Erotik
und andere intime Sehnsüchte ausleben. Sie möchten in ihrem
Selbstwertgefühl und ihrer Selbstachtung bestätigt werden. Für die
Liebespartner scheinen seelische Bedürfnisse noch wichtiger als die
sexuellen Bedürfnisse zu sein.
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Wir brauchen einen Menschen, der unsere Sorgen
versteht. Wir brauchen einen Menschen, der mit unseren Emotionen
mitschwingt und uns stimuliert. Wir brauchen einen Menschen, der an
unserem Streben nach Selbstverwirklichung teilhat und uns ermutigt und
bestätigt - einen Menschen, der unsere Visionen teilt. Wir brauchen
jemand, der unsere persönlichen Potentiale, unseren Humor, Witz und
unsere Begabungen herausfordert, jemand, der unsere Einzigartigkeit
versteht. Und jeder Liebespartner möchte dem
anderen helfen, seine Schwächen zu überwinden.
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Viele Liebespartner bauen sich eine gemeinsame Welt
auf - mit Kindern, materiellen Gütern, mit gemeinsamen Freunden,
gemeinsamen Zielen und Werten.
Das Zerbrechen dieser gemeinsamen Welt führt zu seelischen Schmerzen,
schweren Sinnkrisen und häufig psychosomatischen Erkrankungen.
Im Alltag
einer Beziehung ist es offenbar sehr schwer, dass Liebespartner
auf ihre gegenseitigen Bedürfnisse und Rechte Rücksicht
nehmen. Ein Hauptproblem ist häufig: einer der Partner spürt
häufig gar nicht tief genug, wie sehr der andere leidet, wenn
er dessen Bedürfnisse und Rechte verletzt oder missachtet.
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Welche Verhaltensweisen und Persönlichkeitszüge
bedrohen und zerstören die Partnerbeziehung? Woran leiden
Beziehungspartner ? - 12 häufige
Trennungsgründe: |
1.
Fremdgehen, Untreue und ein Seitensprung
- Die seelische Verletzung und Kränkung durch einen Seitensprung, die der
betrogene Partner erlebt, wird in unserer Gesellschaft meist unterschätzt und
verharmlost. Wird diese traumatische Erfahrung nicht aufgearbeitet, stehen am Ende der
Beziehung nur noch Enttäuschung, Vertrauensverlust und schließlich die
Trennung. Die Betrogene/der Betrogene fühlt sich ausgerechnet von dem verraten,
für den sie/er zuvor bereit war, ihr/sein Innerstes zu öffnen. Die verletzte
Seele empfindet: "Ich bin nicht mehr begehrt, also bin ich nichts
wert." Das Paar hatte zuvor ein intimes Bündnis geschlossen, die
Partner hatten sich im sexuellen Akt tief verbunden, einzigartige Erfahrungen
gemacht. Durch das Fremdgehen eines Partners wird dieser einzigartige Bund
zerstört. Das Fremdgehen kann im Betrogenen Erinnerungen an frühere vergangene
Verluste und Trennungen und kindliche Verlassensängste wachrufen. Das
Urvertrauen und Lebensgrundvertrauen kann tief erschüttert werden: Wenn nicht
einmal mehr der eigene Partner treu und zuverlässig ist - auf welchen Menschen
und auf was kann man sich überhaupt noch in der Welt verlassen? So wird der
Seitensprung zu einer traumatischen Erfahrung für den betrogenen Partner. Mehr
zum Thema auf der Seite Sexualpsychologie !
2. Unfähigkeit eines Partners, die
Bedürfnisse und Gefühle des anderen zu spüren -
Auf der Seite lieben
lernen finden sie mehr zu diesem Thema!
3.
Unterschiedliche emotionale und geistige
Entwicklungsstufen der Persönlichkeit. Beispiel: In der heutigen Zeit sind Frauen ihren männlichen
Partnern häufig in ihrer emotionalen Entwicklung voraus und haben mehr
Zugang zu ihren Gefühlen. Männer entwerten häufig das Gefühlsleben
und haben für ihre Gefühle keine Worte. Probleme werden oft mit einem
Bier heruntergespült. Während Frauen untereinander über soziale
Beziehungen und Gefühle sprechen, reden Männer häufig über Sport, Politik
und technische Probleme.
4. Schädliche und starre
Kommunikationsmuster wie z. B. häufige Vorwürfe, gegenseitige
Verletzungen, Gewalt, oder Rückzug.
5.
Machtkämpfe und ungleiche Verteilung
von Macht und Einfluss in der Beziehung
Machtkämpfe nehmen in
unserer Zeit zu, weil in unserer Gesellschaft die Rolle des Mannes
immer mehr in Frage gestellt wird und Frauen sich immer
selbstbewusster und emanzipierter geben. Schwierig kann es zu
Beispiel in einer Beziehung werden, wenn die Frau eine höhere
berufliche Funktion als ihr Mann erreicht hat und sich der Mann in
seinem Selbstwertgefühl bedroht fühlt. Dann kann es geschehen,
dass der Mann seine Frau in viele kleine Alltagskonflikte
hineinzieht, um wenigstens in der Familie seine Überlegenheit zu
beweisen.
6. Narzisstische
und egoistische
Persönlichkeit eines Partners - In unserer Gesellschaft ist
Selbstverwirklichung ein hoher Wert. Viele Menschen missverstehen
aber die Selbstverwirklichung und sehen nur noch ihr eigenes Glück.
Eine übersteigerte Selbstverwirklichung wird zum Egoismus.
Dieser Egoismus kann sich noch mehr steigern und zum Narzissmus und
zur Ich-Sucht und zum Ich-Kult werden. Narzisstische Menschen sind selbstverliebt.
Ihre Bereitschaft und Fähigkeit, sich in die Bedürfnisse und
Gefühle anderer Menschen hineinzuversetzen, ist sehr begrenzt. Auf
die Dauer hält es keine Liebesbeziehung aus, wenn ein Partner nur
an sich selbst denkt. Ichbezogene, selbstverliebte Menschen
flüchten aus einer Beziehung, wenn es nicht mehr so gut
läuft. Sie flüchten vor den Konflikten und vor dem Leid,
das keiner Beziehung erspart bleibt. Diese Menschen haben
die Illusion, dass Liebe und und eine dauerhafte Beziehung
ohne Leiden möglich sind. Die narzisstischen Menschen
erleben Konflikte und Leiden als Beeinträchtigung ihrer
Selbstverwirklichung und ihres Glückes. Mühsame
Beziehungsarbeit ist ihnen zu anstrengend. |
7.
Unverarbeitete, häufig unbewusste
seelische Verletzungen aus früheren Beziehungen und der
Herkunftsfamilie - Ein extremes Beispiel hierfür ist die Erfahrung
eines früheren sexuellen Missbrauches. Eine solche traumatische Erfahrung kann
zu einer Beeinträchtigung des emotionalen und sexuellen Erlebens in allen
späteren Beziehungen führen. Hier ist psychotherapeutische Hilfe dringend
nötig! Außer diesem Extrembeispiel gibt es viele andere seelische
Verletzungen aus früheren Beziehungen, die besonders durch Missbrauch von
Vertrauen oder auch durch häufige Demütigungen entstanden sind, die eine
gegenwärtige Beziehung belasten können. 8.
Unbewusste Angst vor der Nähe
und Angst
vor einer tieferen Bindung an den anderen Partner - Diese Angst führt
dazu, dass die Partner in der Tiefe wie durch einen unsichtbaren Vorhang
voneinander getrennt sind und das Gefühl einer tiefen seelischen
Intimität nicht erleben. Diese Angst vor der Nähe kann mit einem
übersteigerten Streben nach Selbstverwirklichung (siehe Nr. 6) oder
mit der Angst vor Verantwortung zusammenhängen. Die Quellen dieser
Angst können aber noch tiefer liegen und dann nur mit
professioneller therapeutischer Hilfe aufgedeckt werden.
Fallbeispiel: Ein Mann konnte viele Jahre keine keine richtige
Nähe zu seiner Frau zulassen. Er war als Kind sehr vor seiner
Mutter verwöhnt worden. Es war aber eine besitzergreifende
Mutterliebe. Seine Mutter hatte ihn "zum Auffressen gern".
Sein ganzes Leben lebte er mit dem unbewussten Vorsatz, sich
von keiner Frau wieder so wie von seiner Mutter festbinden zu
lassen. Solche einfachen Zusammenhänge werden vielen
unglücklichen Paaren häufig erst in der Paartherapie klar. Mehr
zum Thema auf der Seite Sexualpsychologie
!
9.
Seelische Erkrankung
eines Partners: z. B. Depressionen, Ängste, oder
Abhängigkeitserkran- kungen und Suchten - Ein
berühmtes Beispiel finden wir in der Biografie des Dichters Hermann Hesse. Er
trennte sich von seiner seelisch erkrankten Frau, weil er die emotionale
Belastung nicht länger ertragen konnte. Im Gegensatz zu früheren
Jahrzehnten haben Mediziner und Therapeuten heute vielfältige
Möglichkeiten, mit seelischen Erkrankungen therapeutisch hilfreich
umzugehen. Warum sollten Sie auf therapeutische Hilfe
verzichten, wenn Sie dadurch mehr Lebensglück erreichen und Ihre
Beziehung retten können?
10. Oberflächliche Einstellungen, Werte
und ein oberflächlicher Lebensstil: Allein Lust, Rausch, Genuss und
körperliche und sexuelle Attraktivität zählen. Öffentliche
Anerkennung ist wichtig. Der Lebensstil der Schönen und Reichen,
die als Stars in den Medien auftreten, ist das Vorbild. Wenn in einer
Beziehung diese Werte überwiegen, sind
Eifersucht und Trennungsangst die Folge.
Denn: Hier sieht der eine
Partner/die Partnerin in dem anderen nur ein Objekt, das man
austauschen kann, wenn es nicht mehr attraktiv genug ist. Da es potentiell immer
noch attraktivere Menschen als die eigene Person geben kann, fürchtet
jeder, er/sie könnte verlassen werden, wenn er/sie die Ansprüche
des anderen nicht mehr erfüllt. Von dieser Angst profitieren die
Kosmetikindustrie und immer mehr die Schönheits-Chirurgie. In einer
solchen Beziehung fehlt echte Liebe.
11.
Unbewusste Motive und unbewusste
unreife, angstbesetzte Beziehungssehnsüchte bei der Partnerwahl.
Diese Beziehungssehnsüchte führen zu starker Anklammerung an den/die
Partner/in und großer emotionaler Abhängigkeit. Diese Sehnsüchte haben ihren Ursprung in der frühen Kindheit und
führen die Partnerschaft in eine starre, destruktive Beziehungsform,
aus der es kein Entrinnen gibt. ("Kollusion" in der
therapeutischen Fachsprache) - Der bekannte Arzt und Paartherapeut Jürg
Willi hat viel zu diesem Problem geschrieben. (Literatur siehe
unten! ) Starke Anklammerung und symbiotische Nähe kann am Anfang
als Erfüllung aller Liebeswünsche erlebt werden. Leider ruft
übermäßige Anklammerung vielfach nach einer gewissen Zeit beim
anderen Widerstände hervor und das Streben nach Distanz und mehr
Unabhängigkeit. Wenn Paare nicht bereit sind, die erforderlichen
Wachstumsschritte in Richtung mehr persönlicher Unabhängigkeit vom
anderen zu gehen, verschlechtert sich das emotionale Klima: Vorwürfe,
Ängste, Eifersucht und Aggressionen vergiften die Beziehung. Hier ist
therapeutische Hilfe dringend erforderlich.
12.
Unrealistische Sehnsüchte und
Lebensträume, zu hohe Erwartungen, die von niemand erfüllt werden
können. - Zum Beispiel die Erwartung, die erotische Anziehung in der
Partnerschaft müsse immer so stark wie am Anfang sein. In Filmen
und Medien wird uns suggeriert, wahres Glück in der Partnerschaft
bestehe aus einer dauerhaften Leidenschaftlichkeit. Für viele
Menschen entsteht ein Leistungsdruck, in ihrer eigenen Beziehung
müsse es genau so intensiv und leidenschaftlich wie in den Filmen
zugehen. Wenn das nicht so funktioniert, entstehen Selbstzweifel.
Leistungsdruck und Selbstzweifel sind aber für eine gelingende
Sexualität sehr störend. Das Spielerische in der Sexualität geht
verloren, wenn von außen gesetzte Leistungsnormen erfüllt werden
müssen. Wenn dann die Sexualität nicht wie gewünscht
funktioniert, wird möglicherweise nach jahrelanger Unzufriedenheit
das Glück in einer Außenbeziehung gesucht.
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Das Geheimnis einer
glücklichen, dauerhaften Beziehung:
Gegenseitige Zuneigung, Treue, Ehrlichkeit und Verständnis für die
Bedürfnisse des anderen Partners
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Wie können Berater und
Therapeuten helfen?
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1. Helfen, die Kommunikation zu verbessern
und die Motive zu verstehen
Wenn Partner sich nur noch Vorwürfe machen und
häufig aggressiv zueinander sind, kann der Berater helfen, eine
günstigere Atmosphäre herzustellen. Er ist dann Kommunikationstrainer.
Er hilft, dass jeder Partner die eigenen Bedürfnisse so ausdrückt, dass der andere nicht mit Abwehr oder Rückzug reagieren
muss. Voraussetzung für eine gute Kommunikation ist, dass die
Liebespartner ihre Verhaltensmotive besser verstehen. Welche Motive
stehen hinter einer übermäßigen Reizbarkeit eines Partners? Warum
ist meine Partnerin in manchen Situationen so empfindlich? Warum hat
sich mein Partner in der letzten Zeit immer mehr zurückgezogen?
Aufgabe des Therapeuten ist es, den Liebespartnern zu helfen, ihre
Motive besser zu verstehen. Dann wächst gegenseitiges Verständnis
und es wird mehr Zufriedenheit erreicht.
2. Helfen, die beste Entscheidung zu treffen
Häufig muss nach einer Zeit der Krise und vielen
Verletzungen eine Entscheidung getroffen werden: "Soll ich der
Beziehung noch eine Chance geben, oder soll ich mich trennen? Der gute
Therapeut verschreibt auch hier keine Rezepte. Er hilft der Klientin/dem
Klienten, selbst den besten Weg zu finden. Klientin und Klient
entscheiden sich dann für den besten Weg, wenn sie ihre tieferen
Bedürfnisse und Werte kennenlernen. Sie müssen auch den Mut haben, sich für ihre
Bedürfnisse und Werte zu entscheiden.
Damit der Klient sich für den
besten Weg entscheidet, stellt der Berater seine menschlichen
Erfahrungen und sein psychologisches
Fachwissen zur Verfügung.
3. Helfen, Trennungsgründe zu verstehen
Wenn ein Partner verlassen und tief verletzt worden
ist, kann er häufig nicht loslassen und quält sich mit der Frage:
Warum hat der andere sich nur so verhalten? Die tieferen Hintergründe
einer Trennung müssen verstanden werden, damit Trennung und Lebenskrise
verarbeitet werden können. Hier kann der Therapeut durch seine
menschlichen Erfahrungen, seine Einfühlung und sein Fachwissen helfen, die Persönlichkeit
und Motive des anderen (untreuen) Partners bzw. der Partnerin besser zu
verstehen.
4. Helfen, frei für die Zukunft zu werden
Enttäuschung, Wut und Kränkungen müssen verarbeitet werden. In diesem schwierigen
Prozess kann der
Therapeut der Klientin/dem Klienten beistehen. Das Ziel muss sein, sich
mit der Vergangenheit zu versöhnen und frei zu werden für die Zukunft.
Hierbei hilft besonders die logotherapeutische Beratung:
Auf der Seite Lebenssinn entdecken habe
ich an einem Beispiel beschrieben, wie es einer depressiven Frau in
einer Beziehungskrise gelang, ihre Krise zu überwinden und eine neue Orientierung zu finden.
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Wollen Sie
mehr darüber wissen, wie Sie Ihre Partnerbeziehung verbessern
können, wie Sie mehr Liebe erfahren können, wie Sie
Beziehungsprobleme verhindern können? |
Dann lesen
Sie weiter auf der Seite Lieben
lernen. Dort lernen Sie die
8 "Basics" für eine gelingende Beziehung kennen:
1. Vorwürfe unterlassen
2. Stärkendes Zuhören
üben und Empathie
3. Auf Vergeltung
verzichten
4. Mit heißen Themen wie
Sex und Geld umgehen lernen
5. Konflikte lösen
6. Verhaltenszüge des
Partners können Sie ändern, aber nicht seine Persönlichkeit
7. Die fünf Sprachen der
Liebe: Liebe so ausdrücken, dass sie ankommt
8. Sich entschuldigen
- vergeben können
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Weiterführende Literatur:
Gary Chapman: Die fünf Sprachen
der Liebe. Wie Kommunikation in der Ehe gelingt
Patty Howell &
Ralph Jones: Der kleine Beziehungstherapeut. Zu zweit lieben lernen
Jürg Willi: Psychologie der Liebe.
Persönliche Entwicklung durch Partnerbeziehungen
Ursel Bucher: Das Geheimnis der
Partnerschaft
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© Dipl.-Päd. Jürgen Bendszus, Heilpraktiker für Psychotherapie
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